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Die Wand durchbrechen

Das Leben bereitet uns Situationen, die unlösbar scheinen und uns das Gefühl vermitteln, dass wir permanent vor eine unüberwindbare Wand laufen. Diese scheinbar schier unüberwindbare Wand lässt uns verzweifeln und raubt uns die Kraft, uns den eigentlichen Anforderungen des Alltags in der uns eigenen Art zu stellen. Wichtiges bleibt auf der Strecke. Das wiederum macht uns unzufrieden, unglücklich und traurig, was die Wand wieder ein Stück unüberwindbarer scheinen lässt.

Und dennoch gibt es Möglichkeiten, diese Wand zu durchbrechen. Nur manchmal schaffen wir das nicht alleine, sondern brauchen ein wenig Hilfe, um Wege zu finden auf die andere Seite der Wand zu gelangen, wo sich dann neue Möglichkeiten eröffnen, um das Leben wieder besser meistern zu können. Gelingt das, dann steigt das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten, den Alltag zu bewältigen. Damit steigt die Zufriedenheit, und es besteht die Chance, dass sich auch wieder Glücksgefühle einstellen.

Einige der gemeinten Situationen, die uns im Leben immer wieder begegnen sind:

Trauer

Trennung

Einsamkeit

Liebe

Wut, Zorn

Schmerz

Angst

Konflikte

Reden

Diese Themen sind außerordentlich wichtig für unser Leben, im Grunde können wir nicht ohne sie existieren – und so paradox es klingen mag – ohne sie auch nicht ausgeglichen, gesund und glücklich sein. Allerdings entgleisen sie manchmal und nehmen uns vollständig gefangen und ziehen uns in einen Teufelskreis, aus dem es scheinbar kein Entrinnen mehr gibt. Verzweiflung macht sich breit, begleitet von Mutlosigkeit. Wir haben uns, unser Leben, nicht mehr im Griff. Schlimmer, unser Körper beginnt auf die geistigen und seelischen Entgleisungen zu reagieren, erklärt sich solidarisch und wird krank. Jetzt ist da nicht nur diese riesige Wand die sich vor unserer Seele und unserem Geist errichtet hat, nein unser Körper versagt uns, geschwächt durch Krankheit, seine Möglichkeiten die Wand zu überwinden. Spätestens jetzt ist Hilfe erforderlich! Allerdings ist es nicht immer ganz einfach, die eigene Situation richtig zu beurteilen und den ersten Schritt zu wagen. Doch wird er gewagt, bekommt – ganz unmerklich – die Wand erste Risse.wand 01

Trauer:

 

Trauer gehört zu uns, wie der Tod zum Leben gehört. Wenn ein Mensch, der uns nahe steht, der wichtig für uns ist stirbt, dann trauern wir. Das ist wichtig und richtig. Aber manchmal nimmt uns die Trauer derart gefangen, dass wir keinen klaren Gedanken mehr fassen können, und kein Platz mehr vorhanden ist für andere Gefühle. Dies ist die offensichtlichste Situation, in der uns starke Trauer begegnet. Trauer und ihre Schwester, die Traurigkeit, begegnen uns mit vielen Gesichtern. Manchmal sind wir sogar traurig, ohne genau erkennen zu können, warum und weshalb. Und immer dann wenn uns Trauer, Traurigkeit beginnen zu Vereinnahmen, ist es an der Zeit mit der ‚Trauerarbeit’ zu beginnen, die nicht das Ziel hat Trauer und Traurigkeit aus unserem Leben zu verbannen, sondern ihnen den angemessenen Platz einzuräumen.wand 01

Trennung:

 

Warum ist die Trennung wichtig für unser Leben? Trennung ist doof, verletzt, tut weh und lässt uns mit den widersprüchlichsten Gefühlen alleine zurück. Wir wissen nicht, ob wir aus Wut und Zorn den Wohnzimmerschrank zerlegen sollen, oder ob wir uns aus Hilflosigkeit und Verzweiflung in ein bitteres Meer aus Schnaps und Tränen stürzen sollen und vieles mehr. ...Und das soll gut und wichtig sein, zum Leben gehören? Ja, die Trennung und der korrekte Umgang mit ihr sind absolut notwendig. Irgendwann verlassen wir Vater und Mutter und denken, dass es wichtig für die eigene Entwicklung ist – denken wir auch daran wie sich Vater und Mutter dabei fühlen? Damit fängt es an und will gelernt sein. Trennung ist Schmerz oder Freiheit: mit beiden müssen wir lernen, sinnvoll umzugehen. Trennung bedeutet Veränderung und darin liegen neue Chancen, die wir erkennen und auch ergreifen müssen. Das gelingt uns manchmal nicht alleine. Doch bevor wir wertvolle Lebenszeit vergeuden, sollten wir Hilfe suchen.wand 01

Einsamkeit:

 

Gerade der Verlust eines wichtigen, geliebten Menschen – sei es nun durch Tod oder Trennung – führt häufig zu Einsamkeit. Aber nicht nur solch dramatischen Ereignisse sind erforderlich, um uns das Gefühl der Einsamkeit zu vermitteln. Auch die Gefühlskälte in unserer modernen Gesellschaft, der beruflich bedingte Umzug in eine fremde Stadt, die Anonymität in sterilen Wohnobjekten können uns in diesen Zustand versetzen. Wenn wir dann auch noch ehr zurückhaltend oder gar schüchtern sind, kann sich ein Gefühl der Einsamkeit sehr schnell einstellen. Wir beginnen Selbstgespräche zu führen, uns mit uns selbst zu beschäftigen. Wir horchen in unseren Körper und finden natürlich die schlimmsten Krankheiten. Manchmal finden wir aber auch seltsame auch neue Freunde: Fernseher, Pille, Alkohol. Und wir fühlen uns schlechter, ärgern uns über uns selbst, weil wir mit dem Allerwertesten nicht hoch kommen. Der Teufelskreis beginnt...wand 01

Liebe:

 

Liebe gehört in allen ihren Erscheinungsformen zu den sicherlich wichtigsten und schönsten Gefühlen, die wir erleben dürfen. Aber Achtung: Liebe ist gefährlich! Das weis sogar der viel gepriesene Volksmund: ‚Blind vor Liebe’, ‚Liebe macht verrückt’... Sehnsucht, Eifersucht und Leidenschaft sind Empfindungen die irgendwie in Zusammenhang mit Liebe stehen sollen, dabei sind das doch alles Krankheiten? Unsere Sprache versieht diese Gefühle nicht zufällig mit Sucht und Leiden und die alte Volksweisheit: ‚Eifersucht ist eine Leidenschaft, die mit Eifer sucht, was Leiden schafft’ spricht die Wahrheit.wand 01

Wut, Zorn:

 

Manchmal, aber immer öfter spüren wir Wut und Zorn, ohne genau zu wissen warum und dabei richten sie sich gegen uns selbst, gegen den Chef, den Partner, den Nachbarn, den fremden Autofahrer, ja gegen die ganze Welt. Uns beschleicht ein Gefühl der Hilflosigkeit, weil wir glauben nichts dagegen tun zu können. Und die Wut steigt erneut in uns auf. Der Zorn bricht sich Bahn wie ein Orkan, der aus dem Nichts alles mit sich reist, ob schuldig oder nicht. Wir bekommen ein schlechtes Gewissen und damit Wut auf uns selbst. Da geht es wieder los. Aber was sollen wir nur machen, wo wir doch nun einmal in einer Welt leben, die die Aggressionen in uns schürt. Müssen wir nicht wütend und zornig sein? Nein, müssen wir nicht!wand 01

Schmerz:

 

Er überkommt uns, wenn wir ihn gar nicht gebrauchen können, er raubt uns den Schlaf, er macht uns manchmal das Leben zur Hölle. Und der soll wichtig für uns sein? Weg damit. Natürlich wünschen wir uns alle ein schmerzfreies Leben, aber wir brauchen den Schmerz, damit unser Geist begreift, dass irgendwo in unserem Körper, in unserer Seele etwas nicht so ist, wie es eigentlich sein sollte und etwas gegen diesen Defekt unternehmen. Hat man das Richtige unternommen – beim Zahnarzt funktioniert das meist am besten – ist der Schmerz auch wieder weg. So einfach ist das mit dem Schmerz aber oft leider nicht. Außerdem präsentiert sich der Schmerz häufig nicht einfach nur als gutartige Alarmanlage, sondern manchmal auch als hinterlistiger, heimtückischer Dauergast. Er schleicht sich sogar in unser Gedächtnis und überzieht uns mit Qualen, wenn die Ursache längst beseitigt ist. Er trickst uns aus, indem er sich da zeigt, wo keine Störung vorliegt. Aber das Irritierendste am Schmerz ist, dass er uns verführt Mittel zu schlucken, die uns erst recht krank machen. Wir sollten uns bewusst machen, dass die Pille gegen Schmerzen nicht eigentliche und alleinige Lösung ist, auch wenn es in manchen Fällen nicht mehr anders geht. ...aber man kann häufig mehr tun!wand 01

Angst:

 

Wie der Schmerz hat auch die Angst zwei Gesichter: Mal überlebenswichtige Beschützerin, mal Atem raubende, quälende Scheinheilige. Es ist schon interessant, dass Schmerz männlich und Angst weiblich ist und beide gleichermaßen in der Lage sind, uns zu retten oder in die Knie zu zwingen. Die Angst begleitet uns auf Schritt und Tritt, was gut so ist, denn sie bewahrt uns wie eine Mutter vor Übermut und Draufgängertum. So schützt sie uns davor, unsere Gesundheit oder gar unser Leben leichtfertig aufs Spiel zu setzen und veranlasst uns, dass wir uns um uns sorgen und kümmern. Aber manchmal nimmt sie Überhand und engt uns ein. Und das im wahrsten Sinne des Wortes: Die Brust wird eng, der Atem und der Puls rasen, wir schwitzen und werden so elend, dass wir nicht mal mehr die Wohnung verlassen wollen. Die einfachsten Dinge des Alltags erschrecken uns und können nicht mehr ordentlich verrichtet werden. Spätestens jetzt ist an der Zeit, dass wir die Angst in ihre Schranken weisen und ihr klar machen, was ihre eigentlichen Aufgaben sind. Wir müssen lernen mit der Angst umzugehen, klare Grenzen setzen und die Angst lehren, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren.wand 01

Konflikte:

 

Wo immer wir mit anderen Menschen zusammen kommen, in der Familie, bei der Arbeit, in der Nachbarschaft, im Verein, in Bus und Bahn, im Geschäft, auf der Straße werden wir in Auseinandersetzungen mit anderen verwickelt. Oft fragen wir uns: Liegt es an uns, liegt es an den anderen, oder ist die Welt Schuld? Wir ärgern uns hinterher über uns selbst, weil wir nicht souverän mit der Situation umgegangen sind. Wir hätten dies sagen und jenes lassen sollen. Warum passiert das immer  uns? Warum beschäftigt uns das überhaupt noch? Wo ist die Gelassenheit ge- blieben? Was ist aus unserem viel gepriesenen freundlichen Wesen geworden? Konflikte auszutragen ist wichtig, um unseren Standpunkt zu verdeutlichen, klar, aber sie sollen zu einem positiven Ergebnisse führen und uns nicht zum Grübeln zwingen und mit schlechten Gefühlen zurück lassen.wand 01

Reden:

 

Manchmal haben wir Pläne, Ideen, Visionen, Sorgen, Frustrationen und wir möchten mit jemandem darüber reden – wie oft haben wir das versucht? Beim Partner, bei Freunden und Bekannten. Was wir häufig ernten, ist: Lächeln, Unverständnis, Ablehnung, Zorn, Streit. Und dabei bräuchten wir Rat. Es ist ja nicht so, dass wir von jetzt auf gleich unser ganzes Leben auf den Kopf stellen, alles aufgeben und neu anfangen wollen. Aber wir spüren, dass irgendwas nicht so ist, wie es sein könnte. Wir fühlen uns nicht richtig wohl in unserer Haut. Wir brauchen jemanden, der zuhört und nicht wertet, sonder Raum schafft für das Erkennen von Möglichkeiten, Hinweise gibt auf neue Wege, die zu anderen Kreuzungen führen und uns wieder in die Lage versetzen, klare Entscheidungen zu treffen. Wir brauchen jemanden, dem wir vertrauen können, der unbeteiligt ist und keine eigenen Interessen in den Vordergrund schiebt, jemand der unvoreingenommen und vorurteilsfrei zuhört. Jemand, der uns hilft, die Augen zu öffnen, damit wir aus dem Kreis, in dem wir uns drehen, ausbrechen können und alternative Wege erkennen können, mehr Klarheit gewinnen.

Also – Reden Sie mit mir.wand 01

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