Kontakt
Das Ich

Wir, die Menschen, leben als äußerst komplexe Wesen in einer zunehmend komplexen Welt mit vielfältigen Aufgaben und Verpflich- tungen. Im Zentrum von allem steht das Ich, nicht als egoistisches oder gar egozentrisches Selbstdar- stellungsinstrument – was natürlich bei dem ein oder anderen vorkommt – sondern als Grundlage unseres Daseins, unsers Selbst. Ohne in- taktes Ich können wir nicht leben und unseren Verpflichtungen nicht in an - gemessener Weise nachkommen. Nun ist es aber so, dass wir an vielen verschiedenen Plätzen stehen und dort jeweils in besonderer Weise gefordert sind, und das über viele Jahre mit sehr unterschied- lichen Erwartungen an unser Ver- halten. Die Erwartungen an uns und unser Verhalten in der Familie sind völlig andere, als beispielsweise die, die an uns im Berufsleben an uns herangetragen werden. Entsprech- end entwickeln sich eigenständige zusätzliche Ich’s, die unser Ur-Ich ergänzen, erweitern, bereichern und uns manchmal auch in besonderem Maße in Anspruch nehmen. Also ein Ich für die Familie, eins für den Beruf, eins für die Freunde, eins für die Öffentlichkeit usw. Innerhalb dieser Gruppen gibt es weitere Differen- zierungen: In der Familie entwickeln sich Verhaltensmuster – Ich’s – für die Partnerin (den Partner), die Kinder, die Eltern, die Schwieger- eltern, die Großeltern, ja sogar für die Tagesmutter und die Putzfrau. Es scheint leicht nachvollziehbar, dass wir uns gegenüber unseren Kindern anders verhalten, als ge- genüber unserem Partner. Unser Ich gegenüber den Großeltern ist durch eine lange gemeinsame Entwick- lung geprägt, dass vereinfacht ausgedrückt, dadurch geprägt ist, dass die Großeltern. meistens aus einer gewissen Distanz, unsere gesamte Entwicklung, von der Geburt bis zur Gegenwart erlebt haben, während wir sie immer als ‚alt’ wahrgenommen haben, was unser Verhalten anders sein lässt, als gegenüber Menschen, die wir auf ‚Augenhöhe kennen lernen. Ähnlich ist es im Berufsleben: Die Präsentation der eigenen Person gegenüber den Vorgesetzten ist in der Regel eine andere als die ge- genüber Untergebenen oder Kollegen. Ähnliches in subtilerer Form gilt für alle Bereiche unseres Lebens, sofern wir uns genügend lange in ihnen aufhalten.

Viele schlaue Menschen, werden nun entgegenhalten, dass die Wissenschaft seit langem klar gemacht hat, dass das oben beschriebene nichts weiter ist als das klassische Rollenverhalten. Es wird uns also unterstellt, dass wir in den verschiedenen Bereichen des Lebens Rollen spielen. Ich teile diese Ansicht nicht: erstens ist das Leben oft viel zu ernst, zu schwer und zu hart um zu spielen, zweitens würde es sehr viel Kraft kosten in jeder Situation die richtige Rolle auszuwählen und auch noch zu spielen. Das mag durchaus funktionieren, wenn es sich um einzelne kurzfristig angelegte Begegnungen und Ereignisse handelt. Alles, was wichtig für uns ist und uns über Jahre begleitet, wird Teil unseres Ich’s. Es steht uns völlig unbewusst zur Verfügung, wenn es benötigt wird und nicht zusätzlich an unserer Aufmerksamkeit zerren, damit wir unseren Chef nicht zufällig genauso behandeln, wie unsere Kinder.

Da wir – wie eingangs erwähnt – in einer immer komplexeren und hektischeren Welt leben, werden immer höhere Anforderungen an uns gestellt, was zur Folge haben kann, dass wir zusehends unter Druck geraten, sei es nun durch berufliche Herausforderungen, durch familiäre Belastungen, durch finanzielle Abhängigkeiten, durch Konflikte mit dem Glauben usw. In solchen Situationen, kann es leicht passie- ren, dass unser Ich-Komplex ins Straucheln gerät und wir einiges verschieben, vermischen oder gar verlieren. In solchen Momenten fühlen wir uns nicht wohl, wissen aber nicht genau, warum nicht. Das ist so, als wenn es juckt und wir nicht wissen, wo wir uns kratzen sollen. Auch wenn jetzt bereits der Punkt gekommen ist, an dem wir inne halten sollten, um uns um uns, also um unser Ich zu kümmern, so wer- den wir das in der Regel nicht tun, weil wir aufgrund der besonderen Belastungssituation gar nicht akzep- tieren wollen, dass mit unserer Integrität etwas nicht stimmt. Wir laufen Gefahr uns immer mehr zu verlieren und die Kontrolle über unseren Ich-Komplex Zug um Zug einzubüßen. Plötzlich bemerken wir, dass unser Unwohlsein aus uner- findlichen Gründen körperliche For- men annimmt, was sich in einem nervösen Magen, einem Reizdarm, immer häufiger auftretenden Kopf- schmerzen, verstärkten allergischen Reaktionen usw. äußert. Was jetzt vermeintlich hilft, ist die schnelle Pille. Tut sie aber nicht. Also doch zum Arzt, der uns ein psychoso- matisches Syndrom bescheinigt und uns Stressabbau, also Ruhe und Bewegung, gesunde Ernährung, Verzicht auf Genussmittel und Ent- spannung empfiehlt. Machen wir natürlich nicht. Was ist das für ein Leben, wenn wir uns bei der ganzen Arbeit und bei den ganzen Sorgen nicht mal ein Bierchen und eine Zigarette erlauben würden? Aber selbst wenn wir einigen der Empfehlungen nachkommen, wird sich unser Zustand kaum nachhaltig verändern. Wir müssen der Sache auf den Grund gehen, nach der Ursache der Verstimmung fahnden.

Das ist aber nicht immer ganz ein- fach, da die Anforderungen unseres Umfeldes und unser lange gepfleg- tes Selbstbild den Blick auf das Wesentliche trüben, wenn nicht gar verstellen. Das Ich-Komplott wird weiter geschmiedet. Und zwar viel zu oft, so lange, bis wir auf die Nase fallen, d.h. ernsthaft krank sind.

Das muss nicht so kommen, denn in jedem Menschen steckt genügend Energie um sich selbst zu helfen. Nur ist diese Energie manchmal verschüttet und dann brauchen Sie jemanden, der Ihnen hilft die Werk- zeuge zu benutzen, die es möglich machen, die Energie vorsichtig freizulegen und für die Wiederher- stellung des Wohlbefindens nutzbar zu machen. Besonders die Natur- heilkunde hat dabei Ihre ganze Persönlichkeit mit Körper, Geist und Seele im Blick. Nur wenn Sie das Ganze betrachten und unter die Lupe nehmen werden Sie den Schlüssel finden, der die Türe öffnet, durch Sie gehen müssen um Ihre Selbstheilungskräfte zu aktivieren und zu neuer Harmonie zu finden.

Ich kann Ihnen mögliche Wege zeigen, aber Sie müssen Sich für einen entscheiden und ihn dann auch wirklich gehen. Ich kann Sie ein Stück begleiten und halten, bis Ihre Schritte sicher werden und das Vertrauen in die eigene Kraft zurückkehrt.

ich 01
ich 10
ich 03
ich 10
ich 04
ich 10
ich 05
ich 10
ich 06
ich 10
ich 07
ich 10
ich 08
ich 10
ich 09
ich 10
ich 01
ich 10
[Der grüne Mond] [Das Angebot] [DieTätigkeit] [Die Wand...] [Das Ich] [Der Stress] [Der Traum] [Service] [Impressum]